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Freund oder Feind?

„Wenn der ScrumCoach da ist, wird er/sie uns schon sagen, wozu Scrum gut ist und wie es richtig zu machen ist“, wurde in Unternehmen gesagt, bevor ich dort eingetroffen bin. Ich wünsche mir aber nicht, dass dieser Satz das ist, womit mein Einsatz angekündigt wird...

Warum nicht? Weil ich bereits die Veränderung bin, sobald ich eintreffe! Wie soll die Veränderung sich selbst begründen?! Die Menschen empfinden mich als parteiisch, da ich Teil der Veränderung bin. Ich bin dann die Person, mit der man meint, z.B. Kämpfe für das eigene Territorium, das durch die Veränderung als gefährdet erscheint, auskämpfen zu müssen. Ein Feind!

Wie wünsche ich mir stattdessen die Vorbereitung für meinen Einsatz? Eine Basis sollte bereits von den internen Ideenträgern für die Scrum-Einführung geschafft worden sein:

  • Das Management versteht die Veränderungen, die Scrum ausmachen. Wenn das noch nicht so ist, hole ich mir erst einmal einen ScrumCoach für diese Ebene, der für Erkenntnisse sorgt.
  • Die Mannschaft hat Lust, die Produktentwicklung zu verbessern, weil der Schuh an vielen Stellen drückt.
  • Alle kennen die Ziele, die durch den Einsatz vom Scrum-Framework verfolgt werden und zeigen Bereitschaft, diesen Weg zu gehen.

Dann erscheint der ScrumCoach auf dem Spielfeld als jemand, der für die Erreichung der gemeinsamen Ziele beiträgt („Oh, ein Freund!“) und seine Chancen, als Unterstützung empfunden zu werden und dadurch mehr zu erreichen, sind wesentlich größer!

Katja Lüdtke

08. Februar 2015