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Die umstrittene Facebook-Untersuchung hat Relevanz für die Führungsetagen

Facebook hat einen Versuch durchgeführt und jetzt haben wir die Gewissheit, positive Nachrichten erzeugen mehr positive Nachrichten und  negative Mitteilungen ziehen noch mehr negative Mitteilungen nach sich. Aufgepasst Führungspersönlichkeiten! Die emotionale Resonanz ist auch an Ihrem Arbeitsplatz in Kraft!

Die Stimmung der Führungsperson beeinflusst die des Teams

Zugegeben, ich habe es als ScrumMaster bewusst ausprobiert… Ich komme mit hängendem Kopf zur Arbeit und das Team antwortet mit ähnlich wolkiger Stimmung. Bin ich strahlend und voller Elan, ist das Team zu Witzen aufgelegt und fröhlich. Das ist ein klarer Fall für die Selbstverantwortung, im agilen Umfeld ein groß geschriebenes Wort. Diese brauchst Du, um

  • die Verantwortung für die eigenen Einstellungen zu übernehmen
  • Zeit zu finden, sie auch zu benennen und ausdrucksstark für dich zu formulieren
  • nicht zielführende Einstellungen, die Deine Stimmung negativ beeinflussen, zu durchdenken und zu verändern (z.B. in Zusammenarbeit mit einem Coach)
  • herauszufinden, wie Du auf Deine Kollegen wirkst, dies zu reflektieren und evtl. anzupassen.

Du hast jetzt eine ansteckende energiereiche und gutgelaunte Ausstrahlung. Bitte verstecke diese nicht vor Deinen Kollegen! Gehe hin, zeige Interesse, lebe Deine Werte so oft wie möglich vor und sei ein Vorbild!

Der Satz „So bin ich eben (mürrisch, launisch, verletzend, ignorant, etc.)!“ beschreibt genau das Gegenteil von Selbstverantwortung und stürzt die Leistungen ganzer Teams und/oder Abteilungen ins Nirvana.

Die Manager von gestern würden bemerken, dass die Arbeit einfach getan werden muss, mit welcher Stimmung auch immer. Die Ergebnisse zählen.  Ja eben, die Ergebnisse zählen.

Genau, die positive Stimmung verbessert die Arbeitsergebnisse

Eine positive Stimmung erweitert das Spektrum unserer Gedanken. Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Gehirn neue Verbindungen aufbaut und wir dadurch mit neuen Ideen beschenkt werden, steigt.  Unsere Konzentrationsfähigkeit wird dadurch unterstützt, dass negative Reize fehlen. Die sozialen Beziehungen werden begünstigt und das Vernetzen von Informationen erleichtert. Wir sind risikobereiter und probieren mehr aus. Die Ergebnisse zählen, nicht wahr?

Und wie ist Dein Vorgesetzter so drauf? Bringe selbst Impulse in Dein persönliches Sozialsystem, in dem Du diesen Block als Anlass nimmst und in Deinem Team oder Deiner Abteilung eine Retrospektive, einen Lessons learned oder ein Abteilungsmeeting mit diesem Thema gestaltest!

Katja Lüdtke

01. Juli 2014